Existenzgründung Hausärzte 2016

Auszug aus der Analyse der apoBank zu Existenzgründungen 2016

Gründung von Hausarztpraxen 2016

Die Einzelpraxis bleibt die häufigste Niederlassungsart

Die Übernahme einer Einzelpraxis dominiert.

54 Prozent der hausärztlichen Existenzgründer haben sich bei der Niederlassung für die Einzelpraxis entschieden. Sie ist die häufigste Form der Existenzgründung und findet in der Regel durch die Übernahme einer bereits bestehenden Praxis statt. Im Durchschnitt verlangte diese Entscheidung 134.000 Euro an Investitionen.

Günstiger gestalteten sich zwar mit 104.000 Euro im Schnitt die Neugründungen von Einzelpraxen, doch diese finden nur sporadisch statt und lagen 2016 bei fünf Prozent.

Hausarztpraxis in der Großstadt: hoch im Kurs

Ein Blick auf die Übernahmepreise zeigt, dass 2016 in der Großstadt mit durchschnittlich 100.000 Euro die höchsten Summen gezahlt wurden. Das bedeutet eine Steigerung um 27 Prozent. Im Gegensatz dazu blieb der Durchschnittspreis für eine hausärztliche Einzelpraxis auf dem Land mit 68.000 Euro relativ konstant.

Der Übernahmepreis spiegelt allerdings noch nicht alle nötigen Investitionen bei einer Existenzgründung wider. Er umfasst den ideellen Wert, der unter anderem vom Patientenstamm, dem Image und der Lage der Praxis abhängt, sowie den materiellen Wert, der sich durch die sich bereits in der Arztpraxis befindenden Einrichtungsgegenstände und medizinischen Geräte ergibt. Hinzu kommen – je nach Zustand und Ausstattung der Räume – unterschiedlich hohe Kosten für Modernisierung, Einrichtung oder medizinisch-technische Ausstattung.

Frauen dominieren die Existenzgründung

Der Anteil der weiblichen Hausärzte beträgt mehr als 50 Prozent.

Die Existenzgründer unter den Hausärzten sind überwiegend weiblich. Der Großteil der Gründer (rd. 55 Prozent) waren Frauen, gegenüber gut 44 Prozent männlichen Hausärzten. Dieser Trend wurde bereits vor Jahren eingeläutet und hält immer noch an.  

 

Die Analyse der Existenzgründungen unter den Hausärzten 2016 wird jährlich von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) sowie dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) vorgelegt.