Existenzgründung Zahnärzte 2016

Auszug aus der Analyse der apoBank zu Existenzgründungen 2016

Investitionen und Übernahmepreise von Zahnarztpraxen 2016

Das Investitionsvolumen wächst weiter.

Die Neugründung einer zahnärztlichen Einzelpraxis erforderte mit Abstand 2016 das höchste Investitionsvolumen. 470.000 Euro betrug das Durchschnittsvolumen für eine neue Zahnarztpraxis. Es ist damit in zwei Jahren um 31 Prozent angestiegen.

Preistreiber sind die Ausgaben für Medizintechnik. Ein großes Budget geht auch in die Praxisausstattung.

Bei der Übernahme als Einzelpraxis sind die Kosten für die reine Übernahme in etwa gleich geblieben. Aber der Anteil für die weiteren Investitionen wie Modernisierung und Umbauten und medizinisch-technische Geräte sind in den letzten zwei Jahren um durchschnittlich 20.000 Euro gestiegen.

In der Gesamtbetrachtung beträgt die Steigerungsrate sieben Prozent, von 265.00 Euro im Jahr 2014 auf 284.000 Euro im Jahr 2016.

Jüngere Existenzgründer investieren mehr

Je jünger, desto investitionsfreudiger!

Hinsichtlich der Faktoren Alter und Investitionsbereitschaft der Existenzgründer gilt: Je jünger, desto investitionsfreudiger!

Zahnärzte, die zwischen 31 und 34 Jahren alt waren, agierten am investitonsfreudigsten. Sie investierten für die Übernahme als Einzelpraxis plus weiterer Investitionen durchschnittlich 305.000 Euro. 

Existenzgründer in der Altersgruppe von 45 bis 49 Jahre haben durchschnittlich 206.000 Euro für die Gesamtinvestitionen aufgebracht.

Das Durchschnittsalter der Zahnärzte zum Zeitpunkt der Existenzgründung 2016 lag bei knapp 36 Jahren. Gut zwei Drittel aller Praxisgründer entschieden sich für den Schritt in die eigene Praxis zwischen dem 30. und dem 39. Lebensjahr.

Niederlassung in der Einzelpraxis

Am liebsten in der Einzelpraxis!

Die Übernahme einer bestehenden Praxis als Einzelpraxis ist die häufigste Art, sich als Existenzgründer niederzulassen.

59 Prozent der zahnärztlichen Existenzgründer wählten 2016 diese Form der Selbständigkeit. Immerhin gründeten sieben Prozent der von der apoBank begleiteten Zahnärzte eine Einzelpraxis komplett neu, 34 Prozent der Existenzgründer haben eine Form der Kooperation gewählt (Berufsausübungsgemeinschaft, Praxisgemeinschaft, MVZ).

Unterschiedliche Übernahmepreise nach Lage

Zahnärztliche Praxisgründungen eher in der Großstadt

Existenzgründer zieht es in die Großstadt. 41 Prozent der zahnärztlichen Existenzgründungen sind in großstädtischen Gebieten. Da nur 32 Prozent aller Bundesbürger in den großen Städten leben, ist die Existenzgründungszahl - gemessen an der Bevölkerungsstruktur - überdurchschnittlich hoch.

Ein anderes Bild zeigt sich beim Blick auf Kleinstädte: Auf 29 Prozent der Wohnbevölkerung kommen mit 20 Prozent vergleichsweise wenig zahnärztliche Existenzgründungen.

In ländlichen und mittelstädtischen Gebieten entspricht das Verhältnis der Existenzgründungen weitgehend dem dort lebenden Bevölkerungsanteil.  

Fünf Einflussfaktoren auf die Preisunterschiede

  • Praxisausstattung
  • Einrichtung
  • Aktuelle wirtschaftliche Situation der Übernahmepraxis
  • Standortentwicklung
  • Zukünftiges Potential der Praxis

Quellennachweis: Die Analyse der Existenzgründungen unter den Zahnärzten 2016 wird jährlich von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) sowie dem Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) vorgelegt.